3 Ebenen von Psychose

Psychose aus drei verschiedenen Perspektiven

hier eine kleine Übersicht

Ich sehe bei Psychose drei Ebenen:


1. Ebene: die (angebliche) Stoffwechselstörung/ die Stoffwechselstörungslüge


2. Ebene: die (mögliche) Heilungschance


3. Ebene: die Bewusstseinserweiterung



Die angebliche Stoffwechselstörung

Leider wird in der gängigen Psychiatrie meist nur die Ebene der angeblichen Stoffwechselstörung berücksichtigt.
(Die Stoffwechselstörungshypothese ist weder fachlich belegt, noch bewiesen!!!!!)
Die Psychiatrie scheint aber  ve­he­ment  diesem Irrglauben verfallen und deshalb wird in Kliniken oder vom ambulanten Psychiater meist nur mit Neuroleptika und Antidepressiva behandelt.
Aber meiner Meinung nach ist auf dieser Ebene erst recht keine Heilung möglich, es werden nur stupide Symptome unterdrückt, zudem haben die Medikamente zahlreiche Nebenwirkungen und sind schädlich für Geist, Körper und Seele, verkürzen die Lebenserwartung.
Aber wenigstens die Pharmaindustrie verdient sich eine goldene Nase..
(und das ist ja auch letztlich Sinn der "Geldmaschine Psychiatrie")

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Mehr Heilung durch Psychose statt durch Neuroleptika

Ich habe dies auf einem sehr leidvollen Weg erfahren müssen..
Heute nehme ich zwar noch Neuroleptika, aber ich bin dabei sie langsam auszuschleichen.
Setzt niemals Neurolpetika einfach so ab, oder reduziert sie zu schnell!
Die Folge sind nämlich Absetzpsychosen und diese machen einen großen Anteil bei Psychosen aus..

Patienten bekommen also künstliche Psychosen durch das Absetzen von Neuroleptika..
Hier mein Erfahrungsbericht mit psychiatrischen Medikamenten:

Eine weitere Schattenseite der Psychiatrie: Zwangsbehandlung


Fixierung, tagelanges Einsperren und Wegsperren in Isolierzellen, Gabe und Spritzen von Medikamenten gegen den Willen des Patienten, gerichtliche Beschlüsse und die geschlossene Station - Menschenrechtsverletzung!

Ich habe ein schweres Trauma von der Zwangsbehandlung davongetragen..
Hören die Menschenrechte in der Psychiatrie auf?


Das Bild rechts ist in einer geschlossenen Station einer Psychiatrie aufgenommen worden und gibt gut die Atmosphäre wieder..

Die (mögliche) Heilungschance

In der Psychose kommt Unterbewusstes ins Bewusstsein.
Hier ist mit richtiger therapeutischer Arbeit Heilung möglich.
Ich bin seit meiner durchlebten Psychose großteils psychisch stabil und da ich gespürt habe, dass Psychose eine große Chance bedeuten kann, habe ich mein Buch "Die unheimliche Magie der Psychose" genannt. 
"Unheimliche Magie" deshalb, weil ich beim Schreiben am Buch noch sehr vom "Psychiatriedenken" geprägt war und ich nicht verstehen konnte, warum meine Psychose auf mich nicht primär "wie eine Krankheit", sondern vielmehr wie ein "Therapieprogramm meines eigenen Gehirns", oder wie ein "Aufarbeitungsprozess traumatischer Erlebnisse" gewirkt hat.
Doch ich habe  damals instinktiv gespürt, dass von der Psychose "eine unheimliche Magie" ausgeht und hier sicherlich aber noch viel Forschungsbedarf besteht..
Fakt ist: meine Psychose hat mich sehr viel weitergebracht und ich habe, durch die Magie der Psychose, Heilung erfahren..
 

hier ein Video warum alles mögliche (nicht nur die Heilungschance) unter dem Begriff Psychose definiert wird:

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Sean Blackwell

Auch der bekannte Brasilianer und Buchautor  Sean Blackwell sieht Psychose als Heilungschance.

Sean Blackwell hat selbst eine bipolare Krise erlebt und eine Theorie zur Erklärung von Schizophrenie entwickelt.
Er bezieht sich dabei immer auf das "Seele - Ego Modell" und sieht das bipolare Phänomen als Kampf von "Seele und Ego".
Sein Buch "Am I Bipolar oder Waking Up?" ist leider erst in Englisch erschienen, aber es gibt einen deutschen Youtube Kanal, der die Theorien von Sean wiedergibt.
Für mich war es wie eine Erleuchtung endlich, fernab des Stoffwechselstörungsmodells, eine logische Erklärung für Schizophrenie zu finden. 

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...das war ein Video zu Seans Theorie und hier Sean Blackwells Theorie in einem Artikel in Deutsch 

Der "Offene Dialog"

/ "Open Dialog"

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Was genau ist "Open Dialogue"?

Endlich eine Alternative zu Neuroleptika und Zwangsbehandlung!!
"Open Dialogue" ist ein Therapiekonzept aus Finnland, zur Behandlung von Krisen und hat bei Psychose eine Erfolgsquote 
von 85 %.
Dabei wird nur in Ausnahmefällen Medikamente gegeben.
Warum es sich in Deutschland bisher nicht durchsetzt?
Nun, die Pharmaindustrie hätte riesige Verluste.
Zudem sich mit gesunden Menschen kein Geld mehr verdienen lässt.
In Teilen von Finnland ist Schizophrenie fast nicht mehr verbreitet - Dank "Open Dialogue".

Das Konzept des "Offenen Dialoges"

„Stellen Sie sich vor, das erste therapeutische Treffen mit Menschen in einer Psychose oder einer anderen schweren Krise findet gemeinsam mit der Familie und bei Bereitschaft auch anderen wichtigen Bezugspersonen innerhalb von 24 Stunden statt und dauert so lange, wie es nötig erscheint. Alle wichtigen Fachkräfte aus der medizinischen Grundversorgung, Psychiatrie und Sozialdiensten, die mit der Familie in Kontakt waren, werden ebenfalls zu demselben Treffen eingeladen. Es geht um einen offenen Austausch von Erfahrungen, Einschätzungen und Vorschlägen aller für das weitere Vorgehen.
Solche Sitzungen werden – möglicherweise mit wechselnden Teilnehmern des sozialen und professionellen Netzwerkes – je nach Bedarf des Klienten und der Familie fortgesetzt. Das psychiatrische Akut-Team arbeitet mit diesem Netzwerk kontinuierlich weiter. Alle Diskussionen und Entscheidungen über die Behandlung finden gemeinsam mit der Familie, weiteren wichtigen Bezugspersonen und dem Patienten statt.“ (Aderhold/Greve 2009)

"Open Dialogue" auch in Freiburg

Herzlich willkommen bei ASK! e.V.

Wir sind eine Gruppe von Krisenerfahrenen, Angehörigen und Professionellen. Wir arbeiten daran, Begleitung und Unterstützung für Menschen in seelischen Krisen bereit zu stellen, die den Aufenthalt in einer Psychiatrie vermeiden hilft. Dabei sehen wir uns als Ergänzung zu psychiatrischen Einrichtungen.

Unser Verständnis von Krise stützt sich auf die subjektive Sichtweise der Betroffenen und auf Erfahrungen aus der Selbsthilfe. Wir sehen Krise nicht primär als Krankheit, sondern als Prozess, dem die Möglichkeit zu persönlicher Entfaltung und Weiterentwicklung inne wohnt. Ob die in ihr liegende Chance zu einem entwicklungsfördernden Wendepunkt werden kann, hängt entscheidend von der Art und Weise des Umgangs mit einer Krise ab.

“Soteria”, “Windhorse” und “Offener Dialog” sind weltweit erfolgreiche Ansätze und dienen uns als Grundlage unserer Arbeit. Ein wichtiger Bestandteil des Projekts sind Fortbildungen in diesem Bereich.

Wir sind Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Bewusstseinserweiterung

Ich habe mich nie vorher mit Buddhismus beschäftigt - ich konnte in der Psychose buddhistische Gleichnisse aufstellen..
Während der Psychose hatte ich Visionen, habe mit Göttern gesprochen - das alles beschreibe ich in meinem Buch "Die unheimliche Magie der Psychose"..
Für mich ist Psychose das Tor in eine spirituelle Welt!

Vision: Das Erkennen der Ursachen meiner Krankheit

Während einer manischen und psychotischen Phase in der Klinik hatte ich sehr viel Zeit, über mich selbst und die Ursachen meiner Krankheit nachzudenken, vor allem über die Ursachen der Angststörung.
Plötzlich hatte ich Ideen und Einsichten, die mir in normalen Zustand, also jenseits der Psychose nicht zugänglich waren. Ich hatte das Gefühl, auf ein Wissen, das tief in mir verankert ist, zugreifen zu können, als würde sich mir eine Schatztruhe öffnen, die normalerweise fest verschlossen war. Plötzlich konnte ich darauf zugreifen, konnte die Truhe einen Spalt breit öffnen und völlig neue Erkenntnisse gewinnen. Einige der Erkenntnisse, die sich mir schlagartig offenbarten, schrieb ich in einem langen Brief an mich selber auf.
Plötzlich wusste ich einfach, dass der Grund meiner Angststörung die Wochenbettdepression meiner Mutter war. Mir gelang das Aufstellen eines Krankheitsmodells, mit den Ursachen für meine Angststörung. Ich habe zwar oft mit Psychologen versucht, die Gründe für meine Angststörung zu finden, doch diese Einsichten, die ich mitten in der manisch geprägten Psychose hatte, waren gänzlich neu und ergaben ungemein viel Sinn.
Nie habe ich im Laufe der Therapie, obwohl ich ja von vielen Psychiatern und Psychologen bereits behandelt worden bin, solche logischen und konsistenten Erklärungen gefunden. Für mich ist das ein weiterer Beweis dafür, dass sich das Bewusstsein während einer Psychose weitet und man tief ins Unterbewusstsein eindringen kann, und dort auf sonst verborgenes Wissen zugreifen kann.


(S. 56 im Buch "Die unheimliche Magie der Psychose")

Vision: Der Gott Wolfgang

Auch Götter habe ich gesehen oder halluziniert und auch mit ihnen gesprochen. Dazu ist zu sagen, dass es für psychotische Menschen typisch sein kann, in Mitmenschen Symbolfiguren hineinzuprojizieren. Ich glaubte, in einem sehr alten Mitpatienten einen Gott zu erkennen, der Wolfgang hieß und der für mich den Gott des Alten Testaments symbolisierte. Dieser Wolfgang war mit mir einer Meinung, dass die Menschen einen schrecklichen Fehler machten im Umgang mit anderen Lebewesen, also mit unseren Tieren und der Natur im Allgemeinen. Das anthropozentrische christliche Weltbild, das im Menschen etwas ganz Besonderes sehe und ihn über die Tiere erhebe, sei schlichtweg falsch und verursache auch sehr viel Leid. Wir seien alle Geschöpfe Gottes, wobei ein Mensch eben nicht mehr oder weniger Wert besitze wie eine Spinne, eine Fliege oder ein Schwein.
Wolfgang betonte, dass es ein Fehler des Menschen sei und von Hochmut zeuge, sich über die übrigen Lebewesen und die Natur zu erheben. Dass alles eins und miteinander verwoben sei und dass das eine nicht ohne das andere existieren könne. Als ich Wolfgang fragte, ob ich etwas für ihn einkaufen solle, weil ich ohnehin zum Supermarkt um die Ecke wollte, meinte er:

„Bananen wären gut. Die haben unseren Vorfahren, den Affen, auch geschmeckt.“

Ich musste lachen, denn der Gott Wolfgang hatte offenbar Humor. 


(Kapitel ab S. 69 im Buch "Die unheimliche Magie der Psychose")