Vera Maria - Autorin

Psychose - Krankheit ? - Heilungschance ?  - Bewusstseinserweiterung ?...

Wer ich bin..

Vera Maria

Mein Name ist Vera Maria und ich bin Betroffene einer psychischen Besonderheit ;)
Ich weigere mich den Begriff "psychisch krank" zu verwenden, da es sich meiner Meinung nach niemand anmaßen darf  zu definieren, was "normal" ist und was "krank".
Früher habe ich sehr unter meiner Besonderheit gelitten. Ich hatte starke Ängste und Zwänge und habe durch 4 Suizidversuche mein Leben aufs Spiel gesetzt.
Meine Entwicklung war geprägt von Manien und Depressionen und erst mit einer Psychose setzte bei mir Heilung ein.
Mir ist bewusst, dass die meisten Menschen Psychose als etwas negatives sehen, aber ich meine in Psychose "eine unheimliche Magie" zu erkennen. Mit der Heilungschance, die Psychose bieten kann, beschäftige ich mich in meinen Büchern. Mein erstes Buch "Die unheimliche Magie der Psychose" wurde 2017 beim "Verlag der Ideen" veröffentlicht.

 

Psychisch anders

Fluch oder Segen – wer weiß es?

Krankheit oder Fähigkeit – eine kulturell bedingte Auslegung!

Heiler, Schamanen und Heilige..

Psychisch krank und absonderlich..

Wer sind wir wirklich, wir psychisch anderen Menschen?

Sind wir mehr als das Ergebnis einer kranken Gesellschaft?

(Gedicht von Vera Maria) 

Ihr wollt mehr erfahren?

Hier einige Leseproben (weiter unten auf der Seite), Links zur Buchvorschau und einem Onlineartikel, der einen ersten Einblick ins Buch liefert..

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weiter Pressestimmen und Einblicke ins Buch:



Psychotische Gespräche mit Gott – dem Schöpfer von Licht und Schatten

Ein Dankbarkeitsgebet


„Ich bin dem Leben dankbar, mit seinen Fragen und Antworten, die uns geduldig erwarten, mit dem Kontrast freudiger Sonne und traurigem Mond, der Kraft und Energie zwischen Yin und Yang, den Sternschnuppen, die uns die Himmelskörper schenken, der Wechselwirkung von Wasser und Feuer, der Umwandlung von Regen zu Schnee. Ich bin dem Leben dankbar wegen der Schönheit der Natur, die uns unsere höhere Macht geschenkt hat, mit ihren Tieren, Bäumen, Pflanzen und Steinen, dem Sand und der Erde, den Regenbögen, die entstehen, wenn Sonne und Regen sich vereinen, der Luft, dem Wind, dem Sturm. Es ist so schön zu fühlen und zu spüren, Liebe und Freundschaft zu erleben, woraus Beziehung und Familie entstehen. Es ist wunderbar Glauben und Frieden zu realisieren, wodurch es Freiheit und Religion gibt. Gemeinschaft ist etwas Wunderbares und schafft am richtigen Ort zur richtigen Zeit neue Bekanntschaften. Es ist einzigartig zu wissen und zu lernen, mit Gelassenheit zu sehen und zu hören, sensibel Musik, Geschmack und Geruch zu erleben, gesund zu sein oder zu genesen, einfach zu überleben - dafür bin ich dankbar. Einfach ein Dach über dem Kopf zu haben, Essen und Trinken zu bekommen, Struktur zu finden und anzunehmen, Geburt und Tod zu erleben, auch das Schicksal mit seinen Werten und der Moral zu lieben - das bedeutet Dankbarkeit. Einfach sich auf das Wundervolle zu besinnen, das man hat, das heißt Zufriedenheit! Dafür bin ich dem Leben dankbar.“



Für meinen, unseren Schöpfer,
der mich liebevoll an der Hand nahm und doch mich nie losließ,
der mich liebevoll führt und begleitet,
der meine Feder beim Schreiben ist,
der uns alle unschuldig liebt!
Gott, du bist ich, ich bin du. 
Die Welt ist wahrhaftig das Paradies, welches du uns versprachst vor unendlich langer Zeit. 
Ich danke dir für alles. Weil du Liebe bist, mein geliebter Schöpfer. 
In tiefster, ehrlicher Liebe, Vera Maria.









Meine Psychose – Tor in eine Märchenwelt

 „Mutter Erde sehnte sich nach nichts mehr als nach eigenen Kindern. Ihr Wunsch wurde erhört und sie bekam Zwillinge, einen Jungen und ein Mädchen, die gegensätzlicher nicht sein konnten. Das Mädchen sang stets fröhliche, laute Lieder und war immer glücklich. Der Junge summte immer eine melancholische Melodie und war still und traurig. Die Mutter Erde liebte ihre beiden Kinder immer gleich innig, doch die Geschwister konnten miteinander nicht viel anfangen. Als sie älter wurden, machte Mutter Erde ihren Kindern ein Geschenk. Ihrem Sohn schenkte sie den Mond, ihrer Tochter den Sonnenschein. Der Sohn wurde von Fernweh gepackt und ging zu den Erdenmenschen hinab. Er brachte den Menschen die Nacht und es war dunkel und kalt, nur der Mond schien schwach am Himmel. Die Menschen wurden bald traurig und melancholisch, sie waren unglücklich. Da griff die Schwester ein, ging auch zu den Menschen und brachte ihnen die Sonne mit ihrem hellen Schein und verdrängte ihren Bruder. Es wurde hell und warm auf der Erde, die Pflanzen wuchsen und alles gedeihte. Die Menschen waren glücklich. So ging es eine Weile und alles schien perfekt. Doch dann - langsam, aber beständig - passierte etwas..
Die Menschen begannen den Sonnenschein zu hassen. Es wurde ihnen auf Dauer zu warm und auch die Pflanzen verdorrten. Wieder waren die Menschen unzufrieden und traurig und so sehnten sie sich wieder nach der dunklen Nacht. Der Junge aber, der ja durch seine Schwester verdrängt worden war, war nicht nachtragend. Er beschloss seiner Schwester ein Geschenk zu machen und gab dem Sonnenschein die Wolken, damit auch die helle, manchmal zu grelle Sonne etwas verdunkelt werden konnte. Und die Schwester, die auch endlich den Wert ihres Bruders erkannt hatte, schenkte ihm die Sterne, sodass auch die dunkelste Nacht wunderschön leuchten konnte. Die Geschwister hatten sich endlich versöhnt und beschlossen sich in Zukunft beim Erhellen und Verdunkeln der Erde abzuwechseln. Mutter Erde, die überglücklich war, dass sich ihre Kinder nun endlich vertrugen, gab ihrem Sohn daraufhin den Namen Solus, in Erinnerung an seine Schwester, und der Tochter den Namen Luna, der an ihren Bruder erinnerte, sodass die Zwillinge nie mehr vergessen sollten, dass weder der eine ohne den anderen existieren kann.“ 



  Gitter aus Stahl um die Seele: Zwänge



Angst um meine Gesundheit.
Angst um die Gesundheit anderer.
Angst vor dem Betrügen.
Angst vor dem Betrogen werden.
Angst vor dem Verletzen.
Angst verletzt zu werden.
Angst vor dem Denken.
Angst vor dem Handeln.
Angst vor Menschen.
Angst um Menschen.
Angst vor der Liebe.
Angst um die Liebe.


Angst vor Verantwortung. Angst vor dem Alltag. 
Angst vor dem Leben.



Wie ein typischer Zwangsgedanke sich anfühlen kann



"Ich bin auf einem Volksfest im Bierzelt mitten unter Leuten. Betrunken bin ich nicht, da ich heute die Fahrerin meiner Freunde bin. 
Alle anderen sind schon durch Alkoholgenuss angeheitert, und auch ich lache und scherze mit ihnen. Oberflächlich betrachtet und von außen gesehen scheine ich glücklich zu sein, Spaß zu haben. Doch innerlich bin ich nur am Grübeln und habe die ganze Zeit über wahnsinnige Angst, fühle mich sehr angespannt. Ich habe einen Zwangsgedanken nach dem anderen. Hört der eine auf, weil ich den Gedanken von mir schieben kann, was mir aber nur mit größter Mühe gelingt, kommt mit einer maximalen Verschnaufpause von zwei Minuten der nächste. 
Einen davon will ich zur Veranschaulichung beschreiben. Ich muss plötzlich daran denken, dass bestimmt einige Personen auf dem Volksfest eine Alkoholvergiftung erleiden könnten. Dann denke ich mir, dass man wohl schnell einen Notarzt rufen müsste, wenn der Fall eintrete. Weiß ich die Notrufnummer? Weiß ich, wie man jemanden in die stabile Seitenlage bringen kann? Ich habe darüber schon oft nachgedacht und bin mir natürlich sicher, dass die Notrufnummer 112 ist und ich die stabile Seitenlage auch hinbekommen würde. Das würde ich mir denken, wenn ich gesund wäre. Doch durch den Zwang hängt sich mein Gehirn sozusagen plötzlich auf. Ich bekomme totale Panik, die Nummer im Notfall nicht parat zu haben. Obwohl ich sie im Handy eingespeichert habe, stellt sich plötzlich eine wahnsinnige Angst ein, sie im Notfall vergessen zu können. Ich wiederhole die Nummernfolge 112 immer wieder und wieder in meinem Kopf, doch es will sich kein Beruhigungsgefühl einstellen. 
Ich denke mir 1+1=2. Ja, so kann ich sie mir merken und versuche so den Gedanken von mir zu schieben. Doch es klappt nicht, meine Freunde lenken mich immer wieder ab und ich kann mich nicht konzentrieren. So beschließe ich vorzugeben, auf das Klo zu müssen, um alleine zu sein. Ich schließe mich auf der Toilette ein und denke mir die ganze Zeit: „Du weißt sie doch eh auswendig und im Notfall kannst du richtig reagieren.“ Doch ich habe einfach unterschwellig Angst, im Notfall oder bei einer Verletzung nicht helfen zu können und somit Schuld an einem riesigen Unglück zu haben. Wieder und wieder wiederhole ich 112,112,112,112, 122 ..? Oh nein, jetzt habe ich mich geirrt, oh nein, was passiert, wenn ich mich im Notfall auch irre? Gut, ich habe die Nummer im Handy. Ich hole mein Handy heraus und starre die Nummer minutenlang an... und bin immer noch im Klo eingesperrt. Wie viel Zeit wohl vergangen ist? Ich weiß es nicht. Schließlich, nach einer Zeit, die mir wie Stunden voller Angst und Kampf erscheint, geht das Angstgefühl plötzlich weg. Ich atme tief durch und bin erleichtert. Ich gehe wieder zu meinen Freunden zurück, die mich verwundert fragen, wo ich so lange war. Ich schwindle und antworte, ich hätte auf dem Weg einen Bekannten getroffen. Wie so oft muss ich lügen, um nicht aufzufliegen und sie nicht merken zu lassen, was mit mir los ist. Doch ich weiß, der nächste Zwangsgedanke und die nächste Angstattacke werden bald kommen. Wie war das nochmal mit der stabilen Seitenlage...?" 










Das Zerbrechen der schmerzenden Maske – meine Suizidversuche

"Wir Menschen verbergen uns gerne hinter Masken. Wir haben auch zu unterschiedlichen Situationen in den entsprechenden Milieus die verschiedenen „passenden“ Masken. Nun, bei mir war die dominierende Maske, die einer gesunden, oberflächlichen und scheinbar glücklichen Studentin. Doch darunter war ich ein Nichts, ein sehr, sehr kranker, unglücklicher Mensch. Die Maske, die ich trug, war nichts weiter als eine Wunschvorstellung, der ich niemals gerecht werden konnte und heute auch gar nicht mehr will.
Ich kam mir vor wie ein Darsteller in einem Theaterstück, aus dem ich mit allen Mitteln ausbrechen wollte. Aus dem Theaterstück ausbrechen? Dieses vergebliche Unternehmen hat mich vier Suizidversuche gekostet. Glaubt man an Wiedergeburt, wäre ich einfach ins nächste ähnliche Theaterstück hineingeworfen worden. Ich aber wollte ins wahre Leben, nicht den Tod habe ich eigentlich herbeigesehnt, sondern das aufrichtige pure Leben, mit all seinen Freuden und Leiden.
Aus meinem traurigem Theaterstück auszubrechen, glaubte ich zuerst nur durch Selbstmord zu können. Doch die Lösung war viel einfacher und viel schwieriger zugleich. Ich musste lernen, meine Maske abzulegen, ehrlich zu sein, und zwar in erster Linie zu mir selbst. Erst als ich diese schmerzende Maske, die mich selbst immer mehr zerstörte, ablegte und keinem mehr etwas vormachte, zu meiner Krankheit stand, konnte ich frei leben. Und diejenigen, die die wahre Vera nicht akzeptieren konnten, stellten sich als traurige Schauspielerkollegen in dem Theaterstück heraus, dessen Teil ich zum Glück nicht mehr bin. Denn es besteht aus Trug und Lug, Lug und Trug. Das brauche ich heute zum Glück nicht mehr."









Klinikalltag: Die Zwangsbehandlung in der Psychiatrie


Erlebnisbericht: Einmal Isolierzelle und zurück



Ich versuche hier meine Gedanken und Gefühle wiederzugeben, als ich stationär im geschlossenen Bereich einer Klinik war und ich nach meiner Weigerung Medikamente zu nehmen niedergedrückt, gespritzt und eingesperrt wurde. 

Ich wollte die Medikamente nicht mehr nehmen, weil ich den psychotischen Gedanken hatte, ich sei schwanger und schlussgefolgert habe, dass die Medikamente meinen Babys schaden würden, sie gar umbringen könnten. (Tatsächlich können Neuroleptika einem Embryonen schaden) 


Bin ich schwanger??

Oh Gott, ich glaube, ich bin mit Zwillingen schwanger!!

Oh Gott, ich weiß es!!

Aber die hier in der Klinik wollen, dass ich Medikamente nehme!!

Ich werde ihnen sagen, das s ich keine Medikamente mehr nehmen will.“



Was , die akzeptiere das nicht??
Gott, die haben keine Ahnung, ich bin schwanger,

Mutter zweier wundervoller Kinder, die ich im Bauch trage.. 

Diese Neuroleptika können meine Schätze töten..

Mein eigen Fleisch und Blut, meine Babys..

Ich werde ganz sicher keine Neuroleptika mehr nehmen!!

Komme was wolle, ich muss zum Frauenarzt und sicher gehen, dass es den Babys gut geht..“



Aber was?? Die wollen mich zwingen, diese Scheiße zu nehmen??

Ich bin ein freier Mensch, ich darf doch selbst entscheiden, was ich meinem Körper zuführe!!!

Ganz sicher nichts, was meinen Babys schadet..

Die vom Personal sollen mir doch endlich einen Termin beim Frauenarzt ausmachen!“



Was ,die wollen nicht??

Ich darf doch selbst entscheiden, ob ich zum Arzt will!!!!

Schweine, Mörder, Idioten sind die!!!

Was, ich soll jetzt echt gegen meinen Willen Neuroleptika nehmen???“



WAAASSS?? Ich lasse einfach meinen Mund zu!! Was, ihr wollt mich zwingen??
Oh Gott, die sind ja zu ACHT!! ACHT MENSCHEN DRÜCKEN MICH NIEDER!!

Ich muss kratzten, schlagen, fauchen..“



Doch ich bin nur eine 25 Jahre alte Frau, habe noch nie gekämpft.

Warum auch, ich bin ein friedliebender Mensch...Friedlich..


Doch die drücken mich nieder, schleifen mich in eine Isolierzelle..und was ist das??

Nein, das werden die nicht..nein, das können die nicht..und doch sie tun es..“



Ich spüre wie die Spritze in meine Hüfte gejagt wird..

Danach ein Blackout...

Jetzt bin ich schon wieder alleine in dieser Zelle..

Doch ich lerne dazu..

Habe ich, als ich letzte Woche 4 Tage in dieser Zelle eingesperrt war verzweifelt darum geschrien und gebettelt, freigelassen zu werden, lege ich mich jetzt hin und schlafe. Denn dann holen sie dich wieder raus...

Noch immer bin ich psychotisch..und in der Isolierzelle..



Ich muss ganz viel Wasser trinken, vielleicht schwemmt das die Inhaltsstoffe – DAS GIFT – der Neuroleptika wieder raus..Ganz ruhig Vera, ganz ruhig..Aber Gott, ich habe nur eine Flasche Wasser auf unvorhersehbare Zeit, beim letzten Aufenthalt in der Isozelle haben die dir ja auch nur eine Flasche Wasser im Hochsommer pro Tag gegeben...“



Ok, aber egal, ich muss das Gift rausschwemmen, ich ex die Flasche Wasser..



Und jetzt leg dich hin, Vera, und schlafe..“



Ich fange an Selbstgespräche zu führen, bin völlig alleine, alleine in einer Isolierzelle..

Und je lauter ich um Hilfe schreien würde, desto mehr ignorieren die mich. Das habe ich gelernt..

Doch wie soll ich ruhig bleiben?? 



Sterben gerade meine Babys????

Lieber Gott hilf mir, diese Schweine töten meine Babys...

Ich wollte doch dieses Dreckszeug von Neuroleptika nicht mehr nehmen..HIIIIIIIIIIIIIILFFFFFFFFFFFEEEEEE!!“



Ich rede mit mir selbst:



Nein, du darfst nicht schreien, gar um Hilfe bitten – das haben diese Schweine schon immer ignoriert..

Bitte Vera, verliere nicht deinen Verstand, wie du es beim letzten Aufenthalt in der Isolierzelle getan hast..

Bitte, bitte nicht..

Da war ich ja 4 Tage in dieser Zelle..

Wurde ja die Psychose erst zum Problem..

Ich habe echt abgefuckte Sachen gemacht., in dieser Isozelle...

Mit Essen an die Wände geschmiert am Schluss.. Aber nein, das darf nicht passieren, jetzt!! 

Versuch ruhig zu bleiben,

Vera bleib ruhig.. HIIILLLLLLLLLLLFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFEEEEEEEEEEEEEEEEE!!!!!!

Nein, nein, nein ich habe ein Ziel, bleib ruhig Vera..

Ich muss zum Frauenarzt und meine Babys abchecken lassen!!!!!!!!!

Die Pfleger und Ärzte, diese Schweine verbieten mir dies ja..

Hätten einen Schwangerschaftstest gemacht..negativ..

Tja, die haben den doch manipuliert!! 

Klar, die wollen sogar meine Babys noch töten, die würden nie zugeben wollen, dass ihre Medikamente die Babys geschädigt haben..

Jetzt wollen sie die Babys KAPUTTMACHEN!! TÖÖÖÖTTTEEEN!!!!!

DIE SCHWEINE!!!!!“




Ich schaffte es daraufhin, mich in der Isolierzelle wirklich ruhig zu verhalten, denn dies ist meist auch der Grund, warum die Betroffenen wieder hinausgelassen werden – wenn sie ruhig gestellt sind – denn Hilferufe werden meist ignoriert...

Dann werde ich endlich aus der Zelle gelassen.

Im Folgenden ließ man mich immer noch nicht zum Frauenarzt, obwohl ich immer noch die Wahnidee hatte, schwanger zu sein. 

So spielte ich dem Personal vor, nicht mehr psychotisch zu sein und wurde kurz darauf auf die offenen Station verlegt.

In einer waghalsigen Fluchtaktion aus der Klinik, in die nächstgelegene Stadt, 15 km entfernt (ich hatte eigentlich versprochen auf dem Klinikgelände zu bleiben), habe ich es dann doch noch geschafft, eine Frauenärztin aufzusuchen.. Als mein Blick auf den Monitor des Ultraschallgeräts fiel, begann ich zu realisieren, dass ich nicht schwanger war. Meine Psychose war vorüber. Auch der dicke Bauch, verursacht durch die Scheinschwangerschaft, bildete sich innerhalb zweier Tage zurück. 

Das war es, wofür ich insgesamt zwei Wochen auf der geschlossenen Station gekämpft hatte – eine Untersuchung beim Frauenarzt. Weil ich eine junge Frau bin, die in ihrer Psychose glaubte, sie sei mit Zwillingen schwanger, und wegen ihrer paranoiden Schizophrenie den Ärzten und Pflegern in der Klinik nicht mehr vertraut hatte, als diese ihr sagten, dass der Schwangerschaftstest negativ war..

Wozu auch einem Personal vertrauen, dass mit Zwangsbehandlung arbeitet und dies mit seinem Gewissen vereinbaren kann?

Heute weiß ich, es ist das System, das streikt..

Das Personal ist ebenso Opfer dieses Systems, wie die Patienten.

Was ich einigen Ärzten und Pflegern dennoch negativ anrechne:

Das sie an veralteten Theorien festhalten und nicht aufgeschlossen sind für Neues.